Ringelblume – Calendula officinalis L. (Asteraceae)

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Ringelblume (Calendula officinalis L.) ist eine bekannte Heilpflanze der heutigen Zeit. Sie wird überwiegend in Salbenform bei Entzündungen angewendet.

Ihre antimikrobielle und antibakterielle Wirkung sorgt für schnell abheilende Wunden und Entzündungen. Ihre Wirksamkeit bei Wunden ist wissenschaftlich anerkannt.

In der ayurvedischen Medizin spielt die Calendula nur eine kleine Rolle. Erwähnung findet diese Pflanze erst in der modern ayurvedischen Literatur. Die Blüten der Pflanze gelten außerdem als anregend.

Die Ringelblume ist in erster Linie eine klassische Heilpflanze und ist zuallererst gut für die Haut.

Pflanzensteckbrief

Ringelblume

Ringelblume – Calendula officinalis L. im Überblick

Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Gattung: Ringelblumen (Calendula)

Herkunft: Die Ringelblume ist in Australien, in Mittel- und Südeuropa, in Westasien und ganz Indien verbreitet.

Lebensraum: Häufig zu finden auf Schutt und nährstoffreichen Lockerböden

Hauptwirkstoff(e): ätherische Öle, Triterpenalkohole, Triterpenglykoside

Hauptwirkung: anregend, wundheilend

Droge: Blätter, Blüten, Kraut

Rechtslage: Calendula gibt es überall zu kaufen und unterliegt keinerlei rechtlichen Einschränkungen. Calendula Präparate gibt es sowohl in der Apotheke als auch in Drogerie- und Supermärkten.

Synonyme / volks. Name

  • Ringelblume, African marigold
  • genda (Hindi), thulvkka sāmanthi (Tamil)
  • Bleschblommen, Brügamsblom, Dannblaume
  • Dotterblume, Gartringele, Gelcken, Gilken
  • Göldeke, Gölling, Goldblome
  • Goldblume , Goldeke, Hunneblöme
  • Kolblum, Marienbloem, Mergenbluome
  • Morgenbluom, Morgenröte, Rinderblume
  • Ringel, Ringela, Ringelbusch
  • Ringeli, Ringelken, Ringelkrut
  • Sonnenwende, Todtenblume, Weckbröseln
  • Warzenkraut, Zunenwirvel

Ringelblume Wirkung & Effekte

Die in der Calendula enthaltenen Inhaltsstoffe lassen sich bestimmte Wirkungen & Effekte zuordnen. Für die ausgezeichnete Wundheilung werden die enthaltenen Saponine, Triterpene und Flavonoide verantwortlich gemacht. Des Weiteren wurden bestimmte Zuckerstrukturen isoliert die innerhalb des Körpers bestimmte Immunfunktionen anregen.

In-vitro-Untersuchungen zu Folge wurden antibakterielle, antimykotische, antivirale und immunstimulierende Effekte festgestellt. Besonders wirksam ist die Ringelblume bei schlecht heilenden Wunden oder entzündlichen Hautstellen. Aufgegossen mit Heißwasser, soll die Calendula krampflösend und enzündungshemmend wirken, besonders bei Mund- und Rachenentzündungen kommt diese Eigenschaft zum Einsatz. Diese beiden Hauptanwendungsgebiete sind durch wissenschaftliche Untersuchungen gesichert.

trad. / volksmedizinische Anwendung

Es gibt zahlreiche Berichte aus volksmedizinischen Anwendungen, die belegen, dass die Ringelblume ebenfalls bei Akne, Ekzeme, entzündlichen Hautausschlägen, Hämorrhoiden, venösen Erkrankungen und Krampfadern helfen soll. Diese Wirkungen sind nicht komplett durch entsprechende Studien belegbar.

Wirkung zusammengefasst

  • krampflösend, entzündungshemmend (Mund- Rachenentzündungen)
  • antibakteriell, antimikrobiell
  • exzellente wundheilende Effekte
  • immunstimmulierende und anregende Wirkung

Wirkung (volks)medizinisch

  • Akne, Ekzeme
  • entzündliche Hautausschläge
  • Hämorrhoiden
  • venösen Erkrankungen, Krampfadern
  • Brandwunden, Sonnenbrand, Quetschwunden

Wirk- & Inhaltsstoffe Calendula

In der Ringelblume ist ätherisches Öl enthalten, welches hauptsächlich Sesquiterpene enthält. In den Blüten sind 0,1 – 0,4 % ätherisches Öl vorhanden, wobei α-Cadinol am häufigsten vertreten ist. In geringeren Ausprägungen sind α,β-Jonon, Caryphyllen, Caryophyllenketon, Dihydroactinidiolid Inhaltsstoffe dieser Pflanze.

Die Blüten enthalten außerdem 2-5 % Triterpenalkohole, genauer gesagt handelt es sich um acylierte, pentazyklische Triterpenalkohole. In den trockenen Blüten sind Triterpenglykoside zu finden. Zirka 2 – 10% Saponoside kommen in den bLüten vor.

Weiterhin beinhaltet die trockene Rohdroge 0,06 – 0,08% Sterole und bis zu 0,9% Flavonoide (Isorhamnetin und Quercetingglykodise).

Inhaltsstoffe
  • ätherisches Öl
  • α-Cadinol,  α,β-Jonon, Caryphyllen
  • Caryophyllenketon, Dihydroactinidiolid
  • acylierte, pentazyklische Triterpenalkohole
  • Saponoside, Flavonoide

Ringelblume Zubereitung und Konsumformen

Die Anwendung von Calendua ist vielseitig. Sie kann als Salbe konsumiert werden, aber auch äußerlich als Aufguss. Weiterhin gibt es Öle, zerhexelte Blüten oder Blätter und die verschiedensten Tinkturen. Trotz dieser Vielzahl bleiben die Konsumformen letztendlich auf die innere oder äußere Anwendungsform begrenzt.

Ihr könnte diese Pflanze als Tee konsumieren, die Blüten sind ebenfalls essbar oder aber ihr nutzt die Öle zur Inhalation oder Warmwasseraufgüsse zu äußeren Anwendung.

Zusammenfassung

  • Tee
  • Öle (Inhalation, Einreiben)
  • Salben / Balsam
  • Aufgüsse (äußere und innere Anwendung)

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Calendula kaufen könnt ihr überall dort, wo es auch Cremes, Tees und andere Gesundheitsmittel zu kaufen gibt. Klassischer Weise also in Drogerie- und Supermärkten, aber auch in diversen Online-Versandhändlern.

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Dosierung & Warnhinweise

Für die lokale innere Anwendung nimmt man in etwas 1 – 2 Teelöffel voll Ringenblumenblüten. Das entspricht in etwa 2 – 3 Gramm Pflanzenmaterial. Dieses wird anschließend mit ca. 150 ml heißem Wasser übergossen und dann für 10 Minuten stehen gelassen. Danach wird das Ganze mit Hilfe eines Siebs abgeseiht. Bei Mund- und Rachenentzündungen wird üblicherweise mit dem noch warmen Gebräu mehrmals am Tag gespült oder gegurgelt.

Nebenwirkungen sind nur selten zu verzeichnen. Wenn überhaupt kommt es sehr selten zu allergischen Reaktionen. Diese sind wiederum meist in einer Überempfindlichkeit gegenüber Korbblütlern begründet.

Anbau & Vermehrung

Die Ringelblume ist eine sehr genügsame Pflanze. Sie gedeiht am besten auf gut versorgten Lehmböden und hat sonst keine besonderen Standortansprüche. Für eine vernünftige Blütenpracht sollte immer genügend Phosphor und Kalium zugeführt werden.

Calendula wird überwiegend in den Niederland und Deutschland angebaut. Unbedeutende Anbaugebiete sind in Polen, Ungarn, dem Balkan und in Ägypten zu finden.

Aussehen & Erscheinungsbild Calendula officinalis

Die Ringelblume wächst üblicherweise auf eine Höhe von 50 cm heran. In seltenen Fällen auch auf bis zu 75 cm. Die Pflanze besitzt eine Pfahlwurzel, die eine Länge von 20 cm erreichen kann. Von der Hauptwurzel gehen sehr viele feine Nebenwurzeln ab.

Der Stengel des Krauts ist aufrecht und verzweigt sich sehr oft. Alle Stängel, aber auch die Seitenäste, bilden einen Blütenkopf aus, der 5 – 7 cm groß werden kann. Die Blütenköpfen nehmen eine hellgelbe bis dunkelorangene Farbe an.

Die Blätter der Calendula sind allesamt mit filzigen Härchen versehen. Die Form der Blätter ist länglich lanzettlich bis verkehr-eiförmig. Die Blattfarbe ist mittel- bis hellgrün. Die Blattgröße beträgt 3 – 12 cm Länge und 1 – 3 cm Breite. Seltene Exemplare bilden auch 18 cm lange und 6 cm breite Blätter aus.

Quellen

  • Lichius et al. (2009)
  • Schilcher et al. (2007)
  • Isaac (HagerROM 2010)
  • WHO; Kommision E

Wie steht ihr zu der Calendula? Wir können aus persönlicher Erfahrung sagen, dass die wundheilende Wirkung definitiv gegeben ist. Teilt uns eure Erfahrungen mit dieser Heilpflanze in den Kommentaren mit.

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