Voacanga africana – Voacangastrauch afrikanische Ritualpflanze

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Voacanga ist ein in Afrika heimischer Strauch, der den Hundsgiftgewächsen zuzuordnen ist. Die Samen und die Rinde von Voacanga africana haben eine halluzinogene und stimulierende Wirkung.

Die Rinde wird von Einheimischen als Jagd-Droge vewendet. Außerdem gilt diese Heilpflanze in Afrika als ein äußerst potentes Aphrodisiakum. Die Samen werden überwiegend von Schamanen und Zauberern genutzt, um Visionen zu erzeugen.

In Gabun wird eine andere Art verwendet, um sich natürlich zu berauschen. Die Art Voacange bracteata ist es, die in Gabun als Marihuanasubstitut verwendet wird.

Der Voacanastrauch ist ein All Arounder. Besonders die halluzinogenen und visionären Wirkungen lassen uns diese Rauschpflanze in diese Kategorie einordnen.

Voacanga (Voacanga africana) kaufen

Es lassen sich sowohl Pflanzenextrakte als auch Samen dieser Rauschpflanze käuflich erwerben. Insbesondere in ethnobotanischen Shops lassen sich die Pflanzenbestandteile erwerben.

Beim Kauf der Pflanze solltet ihr unbedingt auf mögliche Versandrestriktionen in eurem Land achten. Einige Bestandteile der Pflanze sind nicht überall legal.

Voacanga Wirkung & Effekte

In der Rinde sowie in den Samen dieser Rauschpflanze sind Indolalkaloide enthalten, die vom Ibogatyp sind. Die Pflanze wird aus diesem Grund oftmals als Ibogain-Ersatz verwendet, obwohl sie anders wirkt. Ibogain kommt in Reinform im Ibogastrauch vor.

Die Bestandteile des Voacangastrauch können Halluzinationen und Visionen hervorrufen. Dies machen sich vor allem afrikanische Schamanen und Medizinmänner zu Nutze.

Auch als natürliches Stimulanz kommt Voacanga zum Einsatz. Präparate aus der Pflanze werden von Eingeborenen eingenommen, um die Ausdauer bei Ritualtänzen und bei der Jagd zu erhöhen.

Forschungen aus dem Jahr 2015 lassen weitere Wirkungen erahnen. So wird davon ausgegangen, dass die ätherischen Öle der Pflanze eine antimikrobielle Wirkung haben. Ebenfalls kommen die ätherischen Öle als wirksames Antioxidant in Frage.

(volks)medizinisch

Eine volksmedizinische Wirkung kann dieser Pflanze nicht eindeutig zugeordnet werden. Einheimische Heiler hüten ihre Geheimnisse und geben wenig über die Verwendung & Anwendung preis.

Ein Dekokt, das aus der Wurzel- oder Stammrinde angefertigt wurde, wird zur Behandlung von psychischen Störungen sowie als Analgetikum verwendet. Der Milchsaft der Pflanze wird zur Behandlung von kariösen Zähnen verwendet.

Wirkung zusammengefasst

  • psychoaktiv, halluzinogen
  • stimulierend

Wirkung (volks)medizinisch

  • fördert die Ausdauer
  • psychische Störungen
  • Milchsaft – kariöse Zähne

Wirk- & Inhaltsstoffe Voacangastrauch

In Samen und Rinde sind bis zu 10% Indolalkaloide des Ibogatyps vorzufinden. Enthalten sind in der Pflanze die Alkaloide Voacamin, Voacamin-Noxide, 20-epi-Voacorin sowie Voacangin.

Außerdem gibt es eine Reihe von ätherischen Ölen, die aus der Pflanze gewonnen werden können.

Inhaltsstoffe
  • Voacamin, Voacamin-Noxide
  • 20-epi-Voacorin, Voacangin

Zubereitung und Konsumformen

Der Konsum der Rinde gestaltet sich auf den ersten Blick recht einfach. Aus 10 – 15 Gramm Rindenmaterial kann man sich einen Tee aufbrühen. Doch sobald man diesen trinken möchte, offenbart sich das eigentliche Problem. Der Geschmack ist alles andere als lecker. Viele Anwender beschreiben es als “widerlich”. Oftmals kann man auch lesen, dass sich ein Tee aus der Rinde so gut wie gar nicht konsumieren lässt. Offenbar bekommen das Gebräu nur wirklich hartgesottene Ethnofans runter.

Neben der Rinde können auch die Samen genutzt werden. Diese lassen sich einfach konsumieren. Die Samen werden oral konsumiert und schlichtweg geschluckt.

In geringen Dosen werden länger anhaltende stimulierende Effekte ausgelöst. Bei hohen Dosen kommt es zu Halluzinationen.

Zusammenfassung

  • Tee
  • Samen schlucken / kauen

Dosierung & Warnhinweise

Ein Tee soll aus 10 – 15g der Rinde gefertigt werden. Bei den Samen müsst ihr unbedingt Vorsicht walten lassen. Bereits kleine Mengen (1-2g) sorgen für starke und langanhaltende stimulierende Wirkungen. Ihr seid lange wach und erlebt unter Umständen merkwürdige Halluzinationen, die euch nicht schlafen lassen. Wachzustände von 20 – 30 Stunden sind keine Seltenheit.

Passt also insbesondere bei den Samen mit der Dosierung auf! Fangt klein an, wenn ihr die Pflanze das erste Mal konsumieren wollt.

Anbau & Vermehrung

Die Vermehrung des Voacanga-Strauches geschieht überwiegend durch die Samen. Die Samen werden leicht angedrückt und etwas mit Erde bedeckt. Sobald erste Pflänzchen zu sehen sind, können diese an einen anderen Standort versetzt werden.

Eine weitere Form der Vermehrung ist das Teilen des Strauches.

Aussehen & Erscheinungsbild Voacanga

Voacanga africana ist ein strauchähnliches Gewächs und kann eine Wuchshöhe von 1 – 10 Meter erreichen. In Ausnahmefällen kann die Pflanze zu einem kleinen Baum heranwachsen und Höhen von bis zu 25 Metern erreichen.

Der Stamm ist zylindrisch und kann einen Durchmesser von 2 – 30 Zentimetern erreichen. In seltenen Fällen kann der Durchmesser auch 40 cm erreichen.

Die Laubblätter der Pflanzen sind überwiegend ungestielt oder kurzgestielt. Sollte ein Blattstiel vorhanden sein, ist dieser kahl bis flaumig behaart und meist nicht länger als 2 cm. Die Blätter können eine Länge von 15 – 17cm erreichen. Die Blattbreite kann 3 bis 20 cm annehmen.

Die Blüten verströmen einen unangenehmen Duft und sind meist hellgrün, cremfarben, grün-weiß, gelb oder weiß gefärbt.

Quellen & Links

  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Voacanga
  • C.Rätsch; Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen

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Pflanzensteckbrief

Voacanga-Strauch im Überblick

Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)

Gattung: Voacanga

Herkunft: Das Kraut hat seinen Ursprung in Afrika und kommt dort in verschiedenen Unterarten vor. Es ist überall im tropischen Afrika verbreitet.

Lebensraum: Die Pflanze gedeiht in Höhenladen bis zu 1000 Metern. Das Kraut kann im offenen Waldland, in lichten Wäldern oder in Savannen gefunden werden.

Hauptwirkstoff(e): Voacanga-Alkaloide

Hauptwirkung: stimulierend, halluzinogen, visionär

Droge: Rinde, Samen

Rechtslage: Die Rechtslage ist nicht ganz klar. Hin & Wieder unterliegt das Kraut Versandrestriktionen. Die Samen können frei erworben werden.

 

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