Chili (Capsicum) – Schärfe für unsere Gesundheit

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Jeder kennt Chili. Viele verbinden damit nur die Schärfe, das Gewürz oder das berühmte Essen Chili con carne. Was Viele gar nicht wissen – diese Pflanze weist ein vielfältiges Wirkspektrum auf, das unserer Gesundheit gut tut.

Diese Pflanze bzw. dieses Gemüse soll entzündungshemmend wirken, aber auch durchblutungsfördernde sowie schmerzlindernde Effekte erzeugen.

Auch als Aphrodisiakum soll es einsetzbar sein. Die Schärfe der Pflanze bringt also nicht nur Schärfe in euer Essen, sondern auch in euer Liebesleben.

Diese Pflanze bietet ein mannigfaltiges Wirkspektrum, worauf wir im folgenden Artikel näher drauf eingehen werden.

Chili Wirkung & Effekte

Die meisten Wirkungen dieser Pflanze verdankt sie ihrem Schärfe verursachenden Wirkstoff  Capsaicin. Die gegebene Schärfe wird mit Hilfe einer Scoville-Skala gemessen, auf die wir ganz kurz im nächsten Abschnitt eingehen.

Scoville-Skala

Diese Skala geht von 0 bis 16.000.000 geht, wobei es sich beim Maximum um reines Capsaicin handelt. Mit Hilfe von folgenden Chilisorten lässt sich diese Skala darstellen:

  • Gemüsepaprika: 0 – 500
  • Peperoni: 500 – 1.500
  • Mittelscharfe Chilis: 1.500 – 30.000
  • Cayenne-Pfeffer: 30.000 – 50.000
  • Thai-Chili: 50.000 – 100.000
  • Habanero-Chili: 100.000 – 350.000
  • Reines Capsaicin: 16.000.000

Wirkungen auf unser Herz- und Kreislaufsystem

Die Wirkung der Chili auf unser Herz wurde in einer Studie getestet. Diese kam zu dem Schluss, dass Capsaicin den Wert von LDL-Cholesterin senkt. LDL-Cholesterin ist ein Blutfett, welches die Fließfähigkeit des Blutes sowie die Blutgefäße krankhaft verändert. Es hat keinen Einfluss auf den HDL-Cholesterinwert, welches die Gefäße elastisch hält. Das Fazit der Studie lautet also, dass die Einnahme von Chili den schlechten Cholesterinwert senkt.

Nicht nur die Blutfettwerte, sondern auch die Blutzuckerwerte werden durch den regelmäßigen Konsum von Chili verbessert – es wird die Sensitivität von Insulin erhöht.

Ein weiteres Ergebnis der Studie war, dass die Gruppe, die den Wirkstoff Capsaicin zu sich nahm, weniger Ablagerungen in den Blutgefäßen nachgewiesen wurden, wie der anderen Studiengruppe. Solche Ablagerungen können zu Gefäßverschlüssen führen, diese können ein Auslöser für Schlaganfälle oder Herzinfarkte sein. Weitere Erkenntnisse waren, dass der Wirkstoff der Chili ein Gen blockiert, welches Blutgefäße sowie Muskeln anspannt und dadurch verengt. Bei einer Blockierung dieses Gens wird die Durchblutung gefördert und der Blutdruck gesenkt.

Wirkt Chili auch bei Krebs?

Der in dieser Pflanze enthaltene Wirkstoff ist im Gespräch im Kampf gegen Krebs. Eine Studie von 2007 soll dieser Pflanze eine krebshemmende Wirkung aussprechen. Capsaicin heftet sich an die Mitochondrien (Proteine) der Zellen und sorgt so für eine Absterben dieser Zellen.

Gegen Schmerzen und Entzündungen

Eine bekannte Wirkung dürfte die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung sein, aufgrund der sogenannten Wärmepflaster, die bei Muskelschmerzen eingesetzt werden. Hier wird die durchblutungsfördernde Wirkung genutzt, die der Wirkstoff von Chilis erzeugt. Weiterhin wird die Schmerzweiterleitung blockiert, indem sich der Chiliwirkstoff an den dafür verantwortlichen Rezeptor hängt, der ebenfalls die Entzündungsprozesse bedingt – sprich durch Einsatz von Chili wird dieser Rezeptor deaktiviert.

Effekte auf den Stoffwechsel und die Verdauung

Das Ankurbeln des Stoffwechsel ist eine weitere beschriebene Wirkung dieser Pflanze. Durch den Verzehr von Chilis wird die Wärmeproduktion im Körper hoch getrieben, wodurch wir schwitzen. Der entstandene Schweiß auf der Haut verdunstet und der Körper kann wieder abkühlen. Dieser Prozess verbraucht Energie.

Viele denken, dass Chilis, aufgrund ihrer Schärfe, schlecht für die Magenschleimhäute sind. Aber! Falsch gedacht! Chilis enthalten Schleimhautschutzstoffe, die sogar gegen Magengeschwüren einsetzbar sein sollen.

Aufgrund ihrer durchblutungsfördernden und stoffwechselanregenden Wirkung wird dieser Pflanze eine aphrodisierende Wirkweise nachgesagt.

Antibakterielle und antidepressive Wirkung?

Eine antibakterielle Wirkung ist ebenfalls nachgewiesen. Da es Bakterien im Mund abtötet, soll sie sogar gegen Karies schützen.

Einige Foren berichten sogar, dass Chilis bei leichten Depressionen helfen sollen. Dieser Fakt ist allerdings noch umstritten.

Wirkungen kurzgefasst

  • Verbesserung des Cholesterinhaushaltes
  • postiver Einfluss auf den Insulinspiegel
  • Verbesserung der Durchblutung
  • Senkung des Blutdrucks
  • entzündungshemmend
  • schmerzlindernd
  • antibakteriell
  • aphrodisierend
  • Milderung leichter Depressionen
  • Krebs

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Wirk- & Inhaltsstoffe

Der wichtigste Wirkstoff dieser Heilpflanze ist das Capsaicin. Dieser Wirkstoff sorgt für die Schärfe und bildet die Grundlage für die meisten Wirkweisen.

Des Weiteren sind Carotinoide (Carotin), Capsorubin sowie Capsanthin enthalten.

Weitere Bestandteile sind ätherische Öle sowie Vitamin C.

Inhaltsstoffe
  • Capsaicin
  • Carotinoide
  • Capsorubin
  • Capsanthin
  • Vitamin C

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Zubereitung und Konsumformen von Chili

Die bekannsteste und wohl auch verbreiteste Form von Chili ist die Verwendung als Gewürz. Sei es das Würzen von Speisen oder auch Getränken. Dies kann mit ganzen Pflanzen erfolgen – entweder frisch oder getrocknet – oder in Pulverform oder als Chiliöl.

Man kann auch Tinkturen herstellen, da sich Capsaicin besonders gut in Alkohol löst. Diese Tinkturen eignen sich dazu, um den Stoffwechsel oder die Verdauung anzukurbeln. Allerdings sollte sie in Maßen eingenommen werden.

Eine etwas mildere Variante ist das Chili-Öl. Dies kann zum Kochen genutzt werden, aber auch zur äußerlichen Anwendung.

Eine Chili-Tinktur sowie das Öl kann genutzt werden, um Salben und Cremes herzustellen. Diese können auf Körperpartien eingerieben werden, um dort die Durchblutung zu fördern und so auch schmerzlindernd zu wirken.

In einigen Foren konnten wir sogar nachlesen, dass Einige es tatsächlich probiert haben, diese Pflanze zu rauchen. Die Meisten rieten davon ab, Chilis zu rauchen, da dies zu starken Hustenanfällen führte. Ganz Wenige fanden es lustig.

Zusammenfassung

  • als Gewürz
  • äußerliche Anwendung
  • experimentell: rauchen

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Quellen & Links

Wie verwendet ihr Chili? Welche Wirkungen macht ihr euch zu Nutze? Schreibt uns und teilt eure Erfahrungen mit uns!

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Pflanzensteckbrief

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Chili im Überblick

Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Gattung: Capsicum

Herkunft: ursprünglich Mittel- und Südamerika

Lebensraum: helle und sonnige Standorte

Hauptwirkstoff(e): Capsaicin

Hauptwirkung: antibakteriell, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend

Droge: gesamte Pflanze

Rechtslage: Diese Pflanze ist legal.

 

Synonyme / volks. Name

  • Paprika
  • Peperoni
  • Pfefferschoten
  • Chillie
  • Chile

 

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