Feuersalbei (Salvia splendens) – feuerrote und psychoaktive Salvia Art

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Feuersalbei (Salvia splendens) gehört zu den psychoaktiven Salvia Arten. Der Feuersalbei verzaubert uns nicht nur mit seinen feuerroten Blüten. Die Pflanze wirkt euphorisierend und hebt deutlich eure Stimmung und kann sogar für Lachanfälle sorgen.

Manche Anwender berichten von psychedelischen Effekten, die die visuelle Wahrnehmung beeinträchtigen. Auch Gehörhalluzinationen können auftreten. Im Prinzip ist die Wirkung wie bei Salvia Divinorum – nur viel viel milder und legaler.

Weiterhin wird die psychoaktive Wirksamkeit nur bestimmten Sorten des Feuersalbei zugeschrieben. So wirkt die Sorte Sizzler überhaupt nicht psychedelisch, wohingegen die Sorten Bonfire und Blaze of Fire eine entsprechende Wirkungen aufweisen sollen.

Das Kraut steht in vielen Vorgärten und fristen dort ihr eher langweiliges Leben als Zierpflanze.

Der Feuersalbei hat definitiv eine euphorisierende Wirkung und ist in die Kategorie der Upper einzuordnen. Ob die Pflanze auch ein All Arounder ist und tatsächlich psychedelische Effekte aufweisen kann, sei zu diesem Zeitpunkt dahingestellt.

Feuersalbei kaufen

Es lassen sich überwiegend die Samen von Salvia splendens kaufen. Ganze Pflanzen sind ebenfalls erhältlich. Feuersalbei-Extrakte oder zerkleinert in Dosen gibt es nur ganz selten zu kaufen. Wenn ihr also in den Genuss dieses Rauschkrauts kommen wollt, müsst ihr wohl ein wenig gärtnern.

Salvia splendens Wirkung & Effekte

Dieses Rauschkraut versetzt euch in Euphorie und hebt euer Gemüt. Wer für die Effekte offen ist, kann auch in Lachanfälle verfallen. Es gibt Erfahrungsberichte und Quellen, die von psychedelischen Effekten berichten. Diese Wirkungen sollen im kompletten Wahrnehmungssystem spürbar sein. Wie diese psychedelischen Effekte hervorgerufen werden, beziehungsweise welche Wirkstoffe dafür verantwortlich sind, konnte noch nirgendwo geklärt oder belegt werden.

Es gibt allerdings auch Erfahrungsberichte, die von einer tiefen Entspanntheit bis hin zur Müdigkeit nach dem Konsum von Feuersalbei berichten.

(volks)medizinisch

Weiterhin soll der Feuersalbei angstösende Eigenschaften haben, was ihn zu einem natürlichen Verbündeten bei Angstörungen machen könnte. Die Pflanze soll außerdem das Potential zum Anti-Diabetikum haben und antimikrobiell wirken.

Wirkung zusammengefasst

  • Euphorie, Hochstimmung
  • aber auch Müdigkeit, Entspannung, Relaxing
  • psychedelisch (fragwürdig)

Wirkung (volks)medizinisch

  • Anti-Diabetikum
  • antimikrobiell
  • angstlösend

Wirk- & Inhaltsstoffe Salvia splendens

Die Pflanze ist mittlerweile recht gut erforscht, was ihre Inhaltsstoffe angeht. Die Pflanze enthält Diterpene mit den Namen Splenolide A,B und C. Weiterhin sind Salviarin und Splendidin enthalten. Diesen Neoclerodan Diterpenoiden werden vom Konsumenten letztendlich auch die psychedelischen Wirkungen zugeschrieben.

Die Blüten des Feuersalbei enthalten Pelargonidin-3 caffeoylglucoside-5-dimalonylglucoside und Pelargonidin 3-p-coumaroylglucoside-5-dimalonylglucoside.

In den Blättern konnten verschiedene Wirkstoffe ausgemacht werden. Sie enthalten Kaffeesäure, Rosmarinsäure, Flavonglycoside, Luteolin, Apigenin-7-O-β-D-rutinosid, Apigenin, Pedalitin sowie 6,7-Dihydroxycumarin

Inhaltsstoffe
  • Salviarin, Splendidin
  • Pelargonidin-3 caffeoylglucoside-5-dimalonylglucoside sowie Pelargonidin 3-p-coumaroylglucoside-5-dimalonylglucoside.
  • Kaffeesäure, Rosmarinsäure, Flavonglycoside, Luteolin
  • Apigenin-7-O-β-D-rutinosid, Apigenin, pedalitin, 6,7-Dihydroxycumarin

Feuersalbei Zubereitung und Konsumformen

Konsumiert werden können die oberirdischen Teil des Feuersalbeis. Insbesondere die Blätter sowie die Blüten können auf verschiedenen Art & Weise zubereitet und verzehrt werden.

Ganz vorne an steht das Feuersalbei rauchen. Die Blätter werden zuvor getrocknet, zerkleinert und dann pur oder mit Tabak gemischt, geraucht. Auch die Blüten lassen sich auf diese Weise genießen. Die Wirkstoffe lassen sich auch in Wasser lösen. Ihr könnt euch also ebenso einen Feuersalbei -Tee zubereiten.

Experimentell kann man das Kraut auch in seinen Vaporizer stopfen und verdampfen. Dabei solltet ihr im Vaporizer mit sehr geringen Dosierungen beginnen. Denkt daran, dass euer Verdampfer meist mehr Wirkstoffe aus dem Kraut holt als ihr es beim Rauchen schafft.

Es können auch alkoholische Extrakte hergestellt werden, die vermutlich das größte Wirkpotential mit sich bringen.

Feuersalbei Extrakt

Um ein Extrakt aus Salvia splendens herstellen zu können, benötigt man Ethanol. Das Pflanzenmaterial wird nun zusammen mit dem Ethanol in ein möglichst dunkles Gefäß gegeben und für 2-3 Wochen fern der Sonne gelagert. Die Mixtur sollte hin und wieder geschüttelt werden. Der Alkohol entzieht dem Pflanzenmaterial die Inhaltsstoffe, die Mischung kann später in kleinen Portionen aufgenommen werden.

Nehmt Abstand von dem Gedanken den Alkohol zu erhitzen. Dabei kann es sehr schnell, sehr gefährlich werden.

Zusammenfassung

  • rauchen, verdampfen
  • Tee
  • alkoholisches Extrakt

Dosierung & Warnhinweise

Es gibt zwar keine bekannte Nebenwirkungen, ein paar warnende Worte sind hier aber trotzdem angebracht.

Die Wirkstoffkonzentration zwischen den Pflanzen, als auch innerhalb der Pflanze, kann stark variieren. Dosierungsanleitungen können wir nicht geben. Ihr solltet daher nur mit sehr geringen Dosen beginnen und diese bei Bedarf in kleinen Mengen steigern.

Anbau & Vermehrung

Der Feuersalbei ist eine tolle Zierpflanze und kann als Zimmer- und Gartenpflanze gehalten werden. Die Vermehrung geschieht über Samen. Diese werden zum Keimen ausgelegt und leicht angedrückt. Damit die Samen perfekt Keimen können, sollte man vernünftige Anzuchterde verwenden. Es eignet sich auch Kakteenerde.

Das Andrücken ist sehr wichtig, die Samen sollten immer mit etwas Erde bedeckt werden, um die perfekten Bedingungen zu schaffen. Bis die ersten Keimlinge zu sehen sind, ist das Substrat immer feucht zu halten. Achtung! Feucht bedeutet nicht nass!

Damit das Keimen besser verläuft, können die Samen mit kleinen durchsichtigen Plastikhauben versehen werden. Dadurch steigt die Luftfeuchtigkeit und die Samen können besser keimen. Vergesst nicht, ab und zu die Plastikhauben anzuheben, um einen Luftaustausch zu gewährleisten.

Die Keimtemeratur sollte bei etwa 20°C bis 25 °C liegen. Erste Keimlinge dürften nach zirka ein - zwei Wochen zu sehen sein. Diese können dann pikiert und in einen Topf eingepflanzt werden.

Schädlinge

Die Pflanze ist sehr beliebt bei allerlei Kleingetier. Besonders Blattläuse, Spinnenmilbe und die Weiße Fliege haben sich in den Feuersalbei verliebt. Solltet ihr fertige Pflanzen erwerben, prüft immer ob ein Insektenbefall zu erkennen ist.

Als Mittel gegen diese Störenfriede wird ein Gemisch aus Tabaksud und Bier mit einem Spritzer Spüli empfohlen.

Aussehen & Erscheinungsbild

Feuersalbei hat seinen Ursprung in Brasilien. Der recht buschige Halbstrauch kann eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter erreichen. Die Blüten sind feuerrot und zeigen sich zwischen Mai und Oktober.

Die Laubblätter sitzen an langen Blattstielen. Die Blätter sind eiförmig und laufen nach vorne spitz zu. Der Blattrand ist gezackt beziehungsweise gesägt.

Quellen & Links

Was haltet ihr von dieser Pflanze? Schreibt uns eure Meinungen in die Kommentare!

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Pflanzensteckbrief

Feuersalbei (Salvia splendens) im Überblick

FamilieLippenblütler (Lamiaceae)

Gattung: Salbei (Salvia)

Herkunft: Seinen Ursprung hat das Kraut in Brasilien

Lebensraum: Sonnige Plätze

Hauptwirkstoff(e): Salviarin, Splendidin

Hauptwirkung:euphorisierend aber auch Relaxant, (psychoaktiv)

Droge: Blätter, Blüten

Rechtslage: Der Feuersalbei ist vollkommen legal und unterliegt keinerlei Restriktionen.

Synonyme / volks. Name

  • fire Sage
  • tropical Sage, Crimson sage
  • Red salvia, Scarlet Sage
  • Vista Red, St. Johns fire

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